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Bei der 60-Cent Aktion der Aktion Brieftaube geht es um themenspezifische Briefe an vorher festgelegte Empfänger. Dabei sollen sich so viele Leute wie möglich mit einem Brief (60 Cent Porto) beteiligen.  Wir wollen mit der Aktion potentiell verantwortliche Menschen auf ein bestimmtes Thema aufmerksam machen.

Thema: vegane Ernährung in Kita und Schulen

60-cent-aktion Hintergrund: Aktuelle Beispiele zeigen, dass Kinder und Schüler in Deutschland kein Recht auf eine vegane und tierleidfreie Ernährung in Schulen und Kitas haben. Anders als in Amerika empfielt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine vermeintlich “ausgewogene” Ernährung mit Fleisch und Milchprodukten für Kinder und Jugendliche. Diese Empfehlung ist Grundlage der “vollwärtigen Ernährung” in deutschen Schulen und Kitas.

 

Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt jedoch die Realität:
“Zu viel Fleisch, zu wenig Obst und Gemüse zum Mittagessen: Kita-Kinder bekommen keine ausgewogene Ernährung”

Es kommt erschwerend hinzu, dass Mensen, Kitas und Schulen zumeist billiges Fleisch aus Massentierhaltung an Kinder verfüttern. Zudem häufen sich Lebensmittelskandale um Antibiotika-Einsatz und multiresistente Keime in der Fleischproduktion.

Eine vegane Ernährung ist laut Amerikanischer Gesellschaft für Ernährung und Diätetik für Kinder und Säuglinge in jedem Alter gesund!

„Gut geplante vegane und andere Formen der vegetarischen Ernährung sind für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschliesslich Schwangerschaft, Stillzeit, früher und späterer Kindheit und Adoleszenz.“  – Academy of Nutrition and Diatetics

Mit der 60-Cent Aktion wollen wir gezielt Verantwortliche in Kitas und Schulen erreichen, um so auf eine für Kinder gesunde Ernährungsweise ohne Tierleid hinzuweisen. Wir wollen in den Briefen motivieren sich als LehrerIn, BetreuerIn oder LeiterIn einer Kindertagesstätte bzw. Schule aktiv für eine vegan/vegetarische Verpflegung einzusetzen.

briefmarke-vorlage-zackenWas ist zu tun?

Schreibt einen Brief (60 Cent Porto) an eine Schule oder Kita in eurer Nähe mit der Aufforderung, sich für eine vegetarisch/vegane Kita- und Schulverpflegung stark zu machen.

Finde eine Kita in deiner Nähe:
www.kita.de

Finde eine Schule in deiner Nähe:
www.schulradar.de

Fragen zur Umsetzung?
Schreibt uns eine Email!

Lasst euch durch unsere Vorlage inspirieren, nutzt diese oder wandelt sie gern ab:

Sehr geehrte Frau/ sehr geehrter Herr,

eine gesunde und ausgewogene Kinderverpflegung in Kitas und Schulen ist die Grundlage für eine optimale Betreuung, in einer Umgebung in der Kinder und Schüler gesund und aktiv lernen können. Leider ist es in nur sehr wenigen Schulen und Kitas der Fall, dass Kinder eine gesunde Verpflegung für den Tag bekommen.

Eine neue und aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung (02.06.2014) bestätigt, dass viele Kinder keine gesunde Ernährung in Kitas bekommen. Demnach reichen nur  12% der Kitas den Kindern genügend Obst und lediglich 19% ausreichend häufig Salat oder Rohkost. Fleisch hingegen bieten drei Viertel der Kitas zu häufig an.

Zudem haben wir in Deutschland den Fall, dass Kinder, die sich ausschließlich vegan ernähren möchten, kein Recht auf eine rein vegetarische Verkostung haben. Das ist so, weil die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine rein vegetarische Ernährung als ungesund ansieht, obwohl die Amerikanische Gesellschaft für Ernährung und die Kanadische Gesellschaft für Ernährung eine gut geplante vegane Ernährung in alle Phasen des Lebenszyklus einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, früher und späterer Kindheit und Adoleszenz für gesund ansieht. 

Nun kann man sich sicher über Studien streiten, unbestritten ist jedoch, dass in Deutschland ein Lebensmittelskandal den nächsten jagt, sei es der massive Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung oder die multiresistenten Keime in Fleisch- und Wurstwaren. Fakt ist, dass ein Großteil der Schulkantinen und Kitas billiges Tiefkühl-Fleisch aus Massentierhaltung verwendet, was nicht unbedingt als gesunde Kinderernährung bezeichnet werden kann. Fakt ist auch, dass viele sogenannte Zivilisationskrankheiten auf den massiven Fleischkonsum zurückzuführen sind. Das Worldwatch Institut hat herausgefunden das eine fleischreiche Ernährung zu den häufigsten Todesursachen, nämlich Herzkrankheit, Schlaganfällen und bestimmten Krebsarten beiträgt. Die Frage ist also, wollen wir den Slogan der Agrarlobby “Fleisch ist ein Stück Lebenskraft” blindlings glauben oder uns lieber der Gesundheit unserer Kinder willen informieren und handeln.

Ich möchte Sie bitten, sich einmal eingängig über das Thema zu informieren (z.B. bei www.gv-nachhaltig.de) und sich bei ihrem Caterer für einen Ausbau der vegetarischen/veganen Küche in ihrer Schule/Kita stark zu machen. Wir als Verantwortliche dürfen es nicht hinnehmen, dass unsere Kinder zu lasten ihrer Gesundheit mit billigem Fleisch aus Massentierhaltung abgefertigt werden.

Ich würde mich freuen, wenn ich eine schriftliche Antwort Ihrerseits bekäme und Sie mir ihre Sicht der Dinge schildern würden.

Mit freundlichen Grüßen.

Wichtig: Schreibt direkt die Schul- bzw. Kitaleitung an, gern aber auch Lehrer oder Verantwortliche in Schulen und Kitas. Solltet ihr Caterer kennen oder in Erfahrung bringen, die Schulen bedienen, dann könnt ihr auch gern die Caterer direkt anschreiben.