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Ihr wisst nicht was ihr schreiben soll und habt keine Ideen für einen Briefappell?

Wir stellen für euch 3 Briefvorlagen zur Verfügung die ihr nutzen könnt. Kopiert euch diese Vorlagen,  tragt eure Daten* ein und macht bei der Aktion Brieftaube mit!

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Mahi Klosterhalfen, Geschäftsführender Vorstand der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, hat uns seinen Appell aus der selbst-wenn Broschüre als Briefvorlage zur Verfügung gestellt.

Viktor Gebhart, Kreativkopf und Manager der Organisation ANIMALS UNITED e. V., hat uns seinen eigenen Appell als Vorlage zu Verfügung gestellt, den ihr gern für euren Appell abändern und verwenden dürft. (Siehe unten)

Die Organisation Ärzte gegen Tierversuche e.V. hat uns einen Briefappell von Ärtzin Frau Dr. med. Christina Gerlach-Schweitzer als Vorlage zum Thema Tierversuche zur Verfügung gestellt.

 

Vorlage Mahi

Als Tierfreundhabe ich mich schon immer bezeichnet. Schon als Kind hatte ich eine Katze, die ich abgöttisch geliebt habe. Wenn ich im Fernsehen gesehen habe, wie ein Löwe eine Gazelle riss, war ich empört, dass die Kameraleute nicht eingriffen. Meine Katze fing einmal eine Maus. Da war ich sauer auf die Katze und traurig um die Maus. Meine Eltern erklärten mir dann immer, dass die Natur grausam sein kann. Damit müsse ich leben.Dass ich damals viel grausamer war als Tiere, die einfach nur überleben wollten oder ihren Trieben folgten, war mir nicht bewusst. Es wurde mir sogar 25 Jahre* (eure eigene Anzahl an Jahren) lang nicht klar. 25 Jahre*.
25 Jahre* lang habe ich durch mein Kaufverhalten in Auftrag gegeben, dass Tiere in ihren Fäkalien leben müssen. Dass sie davon Entzündungen und Verätzungen bekommen. Dass sie von den Ammoniakdämpfen eitrige Lungen bekommen. Dass sie so überzüchtet werden, dass ihre Skelette die schnell wachsenden Fleischmassen nicht mehr tragen können. Dass deshalb sogar ihre Herzen versagen können. Dass sie als Kinder geschlachtet werden, die in Erwachsenenkörpern
stecken.

25 Jahre* lang habe ich mitfinanziert, dass Tiere dicht an dicht zusammengedrängt werden. So dicht, dass man den Boden kaum noch sehen kann. Dass die Tiere aufgrund der Enge im Stall kaum schlafen können, weil jede Bewegung dazu führt, dass mehrere andere Tiere weggedrückt
werden. Ein Masthuhn kommt selten dazu, für länger als eine Minute zu ruhen. So etwas wird gemessen. Ein Vierteljahrhundert lang habe ich zugelassen, dass Puten und Legehennen Teileihrer Schnäbel abgetrennt werden. Dass Kälbern die Hörner ausgebrannt werden. Dass man Ferkeln die Schwänze abschneidet und ihnen die Eckzähne abschleift.
Alles ohne Betäubung. Wissenschaftler sagen, dass es sich für einen Vogel, dem man einen Teil seines Schnabels abtrennt, so anfühlt wie für einen Menschen, dem man einen Teil seines Kiefers entfernt. Das alles wird gemacht, damit die Tiere sich nicht gegenseitig verletzen und töten. Trotzdem kratzen und beißen sie sich manchmal blutig, und sie reißen sich gegenseitig die Federn raus. Vor Langeweile. Und weil man ihnen das falsche Futter gibt. Aus Kostengründen.

25 Jahre* lang habe ich durch meinen Konsum dazu beigetragen, dass jedes Jahr hunderttausende Tiere bei der Schlachtung nicht richtig betäubt werden. Dass einige Schweine im heißen Wasserbad ertrinken und dass die Schlachtindustrie kein Mitleid für diese Tiere hat, sondern nur verachtende Namen: „Matrosen“. Wirklich. „Matrosen“.
25 Jahre* lang war auch ich daran schuld,
dass viele Hühner und Puten bei vollem Bewusstsein miterleben, wie ihnen alle Federn aus dem Leib gerissen werden. Dass Rinder manchmal nicht richtig betäubt sind, wenn damit begonnen wird, sie zu zerlegen.

Ich habe gedacht, Bio sei die Lösung. Aber dann sah ich Biohennen ohne Federn. Dann erfuhr ich, dass auch in der Biohaltung die Brüder der Legehennen direkt nach dem Schlüpfen geschreddert
oder vergast werden. Dass auch Biokühe künstlich geschwängert werden, damit sie Milch geben. Dass auch ihnen die Kälber entrissen werden. Dass auch Biokühe und Biohennen geschlachtet werden, sobald sie nicht mehr die gewünschte Leistung bringen. Dass es keinen Unterschied gibt
zwischen konventioneller Schlachtun und der Schlachtung für Produkte mit staatlichem Biosiegel.

Nach 25 Jahren* wollte ich für all das nicht mehr mitverantwortlich sein. Ich wollte es weder in Auftrag geben noch mitfinanzieren. Und ich habe schnell gemerkt: Selbst wenn ich Fleisch mag, kann ich Teil des Wandels werden, der sich tierfreundlich ernährt.

Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.
Liebe Grüße
[Dein Name]*

Vorlage Viktor

Hallo,

mein Name ist Viktor* und ich muss Sie enttäuschen: Sie haben keinen Kühlschrank gewonnen. Und mein Onkel aus Uganda möchte Ihnen auch nicht sein ganzes Vermögen schenken, weil er nicht weiß, wohin damit und daher dringend Ihre Bankdaten braucht. Ich habe keinen Onkel in Uganda. Ich bin kein Verkäufer, der Ihnen ein neues Auto andrehen will, kein Versicherungsfuzzi, der Ihnen einen Vertrag aufhalsen möchte und kein Sektenprediger, der ihnen von der „Gottmutter“ persönlich berichten will. Ich bin ihr Nachbar. Ich weiß nicht wievielten Grades, aber irgendwo sind wir ja alle Nachbarn. Das wirft natürlich bei Ihnen jetzt die Frage auf: Was will der Kerl? Ist das nicht verwunderlich? Man bekommt einen netten Brief und fragt sich sofort, ob der Verfasser ein perverser Stalker, ein Werbeheini oder einfach nur ein Spinner ist, der einem seine komische Geschichte erzählen will. Ich bin keins von alle dem, eine Geschichte habe ich dennoch.

Sie fängt vor etwa 29 Jahren* an. Im Bauch meiner damals hochschwangeren Mutter, die sich gemeinsam mit meinem Vater zunehmend Gedanken zu Ernährung macht. Ein Baby kommt. Ich. Da fangen Eltern schon mal an, über Nährstoffe, gesundes Essen und Schadstoffe nachzudenken. Mich hingegen interessieren diese Dinge überhaupt nicht. Meine Eltern sind in Panik, ich in mein Stoffkaninchen vernarrt. Tiere sind toll, das weiß jedes Kind. Die Jahre vergehen, meine Eltern legen ihre Besorgnis zunehmend ab. Muttermilch wird durch H-Milch, diese durch Schokomilch ersetzt. Meine Tierliebe bleibt, ich mag die lustigen Schnauzen von Kühen und das ulkige Quaken von Enten. Ich bin jetzt Teenager und das Partyleben begrüßt mich. Nach der Disko geht’s zur nächsten Fast Food Kette, der saftige Burger wartet. Ab und an mit Freunden zum asiatischen Restaurant um die Ecke, wo man sich eine knusprige Ente leistet. Ich mag Tiere. Nicht nur vom Geschmack her.
Ich bin kein Teenager mehr, ich habe zu viel gesehen. Zu viel gelesen. Zu viel gehört. Ich liebe Tiere plötzlich nicht mehr. Ich respektiere sie. Ich kann sie nicht mehr essen. Das wäre paradox. Alles hat sich verändert. Und doch bin ich endlich ich, passen meine Tierliebe und mein Konsumverhalten erstmals zueinander, ergibt alles einen Sinn. Ich weiß jetzt, dass es kein Fleisch von glücklichen Tieren gibt. Sondern nur von toten. Ich weiß, dass Kalbsfleisch eigentlich „Baby-Kuh-Fleisch“ heißen müsste und die Milchkühe nach etwa fünf Jahren Zwangsschwängerung und Trennungsschmerz ihren Kindern auf unsere Teller folgen. Ich weiß, dass 50% der Küken von Legehennen männlich
und somit für die Eierproduktion nutzlos sind und daher umgehend lebend geschreddert, vergast oder auf den Müll geworfen werden. Flauschige gelbe Küken. Ich weiß, dass die meisten Zivilisationskrankheiten unser heutigen Zeit mit unserem hohen Konsum tierischer Proteine in Verbindung stehen. Mein Opa starb an einem Herzleiden, mein Vater und meine Mutter nehmen Herzmedikamente. Ich weiß es. Ihr täglicher Einkaufszettel: Fleisch, Milch, Eier. Es heißt man lernt nie aus und die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ich weiß, dass viele Menschen zuletzt an Hunger sterben, weil andere nicht dazulernen wollen. Ich weiß, dass rund die Hälfte der weltweiten Weizen- und etwa 90% der weltweiten Sojaernte in die Tröge der Massentierhaltung statt in die Bäuche der Ärmsten fließen. Ich weiß, dass unser Fleischkonsum mehr zur globalen Erwärmung beiträgt als alle Verkehrsmittel zusammen. Ich weiß, dass etwa 15.000 Liter Wasser für die Produktion eines Kilos Rindfleisch anfallen und dass man damit ein Jahr duschen könnte. Nur ein Kilo. Pervers, ich weiß.

Tschernobyl ist längst durch Fukushima ersetzt. Beide zusammen sind „peanuts“ im Vergleich zum Schaden, den wir Menschen durch unsere Ernährung verursachen. Ich weiß, dass auch bei „artgerechter“ und „ökologischer“ Tierhaltung die Tiere nicht in den Tod gesungen und gestreichelt werden und nicht alles „grün“ ist, was grün angestrichen wird. Ich versuche, nie auszulernen. Meine Hoffnung stirbt nicht. Ich halte sie am Leben, jeden Tag aufs Neue. Und ich versuche sie weiterzugeben. Damit aus dem kleinen Funken ein Feuer wird. Ein Feuer, das alle erfasst. Sie mit dem Mut
entzündet, ihr Wissen in Handeln umzusetzen. Sich zu ändern. Für sich, andere Menschen, die Natur, die Tiere. Ich habe es auch geschafft und nie bereut. Ich bin Viktor*, Ihr veganer Nachbar.

Sie haben keinen Kühlschrank gewonnen, aber vielleicht etwas Verständnis dafür, warum ich Ihnen schreiben musste, warum der Inhalt Ihres jetzigen Kühlschranks so wichtig ist. Demokratie schreien die Leute. Und übersehen, dass nichts direkt demokratischer ist als die tägliche Wahl am Supermarktregal. Hier ist er.
Nehmen Sie ihn. Ich schenke ihn ihnen:

Meinen Funken Hoffnung. Ich setze ihn in Sie.
Mit herzlichen Grüßen

Ihr veganer Nachbar Viktor*

Vorlage Christina

Liebe Tierfreunde,

Was Du nicht willst, dass man Dir tu´
Das füg´ auch einem Tier nicht zu

Diesen Satz denke ich oft, wenn ich die Bilder von Tieren sehe, die in den Laboren in Deutschland als Versuchstiere leiden müssen. Diese Tierversuche werden oft damit begründet, dass man durch sie lernen möchte menschliche Krankheiten zu verstehen und zu heilen, oder dass man verhindern möchte, dass Chemikalien aller Art Schaden am Menschen anrichten.

Früher habe ich das so geglaubt. Aber heute weiß ich, dass die Übertragbarkeit des Tierversuchs auf den Menschen nicht gegeben ist. Die Ergebnisse der krebsauslösenden Wirkung von Substanzen lassen sich selbst zwischen Ratte und Maus nur in 57 % übertragen. Um wieviel unterschiedlicher sind Mensch und Maus.

In einer Studie der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA wurde nachgewiesen, dass 92 % der im Tierversuch für sicher und wirksam befundenen neuen Medikamente für den Menschen nicht zugelassen wurden, denn in den anschließenden klinischen Phasen, in denen Arzneien erstmals am Menschen erprobt werden, stellte sich heraus, dass sie entweder nicht wirken oder aber trotz der erfolgten Tierversuche schwerwiegende Nebenwirkungen beim Menschen haben. Einer kanadischen Studie zufolge ist es für rund ein Viertel der neu zugelassenen Wirkstoffe wahrscheinlich, dass schwere Risiken bekannt werden, die zu Warnhinweisen oder Marktrücknahmen führen, obwohl sie Tierversuche durchlaufen haben.

Obgleich wir das wissen, steigt die Zahl der Tierversuche in Deutschland seit Jahren sogar wieder an! Dieses Jahr, also 2014, werden voraussichtlich wieder 3 Millionen Wirbeltiere mit hochentwickelten Nervensystemen in deutschen Laboren “verbraucht“ werden. Besonders drastisch ist der Anstieg im Bereich der Gentechnikexperimente. Bei Tierversuchen werden Mäuse, Ratten, Fische, Vögel, Kaninchen, Schweine, Hunde, Affen, Katzen, Meerschweinchen und viele andere Tiere als Messinstrumente “benutzt“ oder aus Forscherneugier zu Tode gequält. Die Zucht der Versuchstiere ist ein lukratives Geschäft. Millionen Tiere werden nur deshalb geboren um lebenslang für Experimente zu leiden damit man durch sie Ergebnisse erzielt, die sich danach nicht sicher auf den Menschen übertragen lassen. Für jeden dieser Versuche leidet ein Tier, jeden Tag, jedes Tier für sich allein, mitten unter uns in Deutschland. Weltweit sind es pro Jahr mehr als 100 Millionen gequälte Tiere, mit steigender Tendenz.

Wir beuten Versuchstiere aus weil sie schwächer sind als wir, weil es so einfach scheint, sie zu benutzen, aus Tradition, weil wir es schon immer so gemacht haben. Der Tierversuch soll ein Gefühl der Sicherheit vermitteln, auch wenn dies gar nicht gegeben ist.

Aber selbst wenn der Tierversuch übertragbare Ergebnisse bringen würde, wäre er trotzdem unrecht, denn er ist der Missbrauch Schutzbefohlener. Es ist der Missbrauch Schwächerer. Das ist Missbrauch unserer Macht. Der Tierversuch ist respektlose Tierquälerei, durchgeführt mit unseren Steuergeldern.

Noch heute, also im Jahr 2014, wird die unsägliche LD50-Prüfung in Deutschland eingesetzt. Dabei werden Gruppen von Tieren unter unvorstellbaren Schmerzen, Atemlähmung, und anderem Leiden per Magensonde oder per Spritze zu Tode vergiftet, solange bis genau die Hälfte der Tiere sich nach Tagen zu Tode gequält hat, um dann die Giftigkeit einer Substanz skalieren zu können. Und jedes, jedes einzelne Tier leidet, bis der Tod es erlöst. Das ist keine Wissenschaft. Das ist unwissenschaftliche, barbarische Tierquälerei aus Tradition und Bequemlichkeit.

Auf Arzneimittelentwicklungen entfallen im Jahr 16 Prozent, auf Giftigkeitsprüfungen entfallen jährlich 6 Prozent der in Deutschland im Tierversuch sterbenden Tiere. 30% der Versuchstiere in Deutschland, also über eine Million Tiere jährlich, werden in der so genannten Grundlagenforschung gequält und getötet. Grundlagenforschung ist per Definitionem eine zweckfreie Forschung bei der häufig zu Fragestellungen geforscht wird, die keinen Bezug zum Menschen haben. Bei solchen Tierversuchen wird Forscherneugier auf Kosten von Tierleben und –leiden befriedigt. Ausreden warum man diese oder jene Grundlagenforschung durchführt gibt es allerdings mehr als genug.

Wir wollen aber in Deutschland und Europa eine zukunftsgewandte, gute und sichere Medizin und eine ethisch handelnde Forschung. Wir müssen viel schneller die tierversuchsfreien Methoden zur Testung von Substanzen nutzen, ausbauen, verbessern und behördlich akzeptieren. Wir dürfen nicht länger zulassen, dass Forscher unsere Tiere weiter quälen. Diese Tiere sind unsere Schutzbefohlenen. Sie unterstehen unserer Verantwortung. Deshalb muss diese massenhafte Tierquälerei schnellstmöglich abgeschafft werden.

[Dein Name]*